Ochsenhauser Feuerwehr reist nach Jena

 

Studienreise führt nach Thüringen
 
Zum dritten Mal nach 2008 und 2010 besuchte die Freiwillige Feuerwehr Ochsenhausen
am verlängerten Wochenende vom 01. – 03. Oktober 2016 die thüringische Stadt Jena.
Rund 40 Mitglieder und Freunde machten sich am Samstag Morgen mit einem Reisebus
auf den Weg.
 
Nach der Ankunft in der Lichtstadt, wie sich die Stadt Jena selbst nennt, besuchten die
Teilnehmer zunächst das Optische Museum. Hier erfahren die Besucher, wie die heute
bekannte Brille einst erst erfunden und weiterentwickelt wurde. Aus einfachsten
Hilfsmitteln wie Lesesteinen entwickelten sich im Laufe der Zeit praktische Brillen,
wissenschaftliche Mikroskope und Teleskope. Die erforderlichen Produktionsschritte
und die Arbeitsbedingungen aus der Anfangszeit in den Fabriken von Carl Zeiss, Ernst
Abbe und Otto Schott können in diesem Museum selbst nachempfunden werden.
Nach einem ersten kleinen Stadtbummel wurde gemeinsam in der Altstadt zu Abend
gegessen um anschließend den Abend in der Stadt ausklingen zu lassen.
 
Der Sonntag Morgen stand allen Teilnehmern zur freien Verfügung und konnte für eine
Erkundung der Lichtstadt auf eigene Faust genutzt werden. Am Nachmittag stand wohl
das Highlight des Ausflugs auf dem Programm: Der Besuch des
Gefahrenabwehrzentrums (GAZ) der Stadt Jena und ein Grillabend mit den Kameraden
der Freiwilligen Feuerwehr Jena-Mitte.
 
In dem bis 2015 errichteten Gebäudekomplex sind – in unmittelbarer Nachbarschaft zur
Landespolizeiinspektion Jena – Teile der Berufsfeuerwehr und eine Abteilung der
Freiwilligen Feuerwehr sowie das Deutsche Rote Kreuz untergebracht. Als Einrichtung
der Stadt beherbergt der rund 23 Mio. Euro teure Bau außerdem weitere Teile der
Verwaltung, welche in den übrigen Gebäuden der Stadt keinen Platz mehr fanden.
 
Der umfangreiche Fuhrpark der Berufsfeuerwehr und dessen Unterbringung in den
riesigen Fahrzeughallen beeindruckte die Mitgereisten sehr. Doch zum Gerätehaus einer
modernen Feuerwehr in dieser Größenordnung gehört viel mehr: Sanitätsräume,
Schlafräume und Aufenthaltsräume sind ebenso nötig wie Küchen, Büros und Fitness-
Geräte. Nach einer Führung durch das Gebäude stellte der Leiter des Fachdienstes
Feuerwehr die Besonderheiten der Tunnelbrandbekämpfung und das hierzu passende
Ausbildungskonzept vor. Im Zuständigkeitsbereich der Feuerwehr Jena liegen u.A. zwei
große Straßentunnel mit 800 bzw. 3.000 Metern Länge. Da diese besondere Gefahren
und Probleme mit sich bringen, haben die Kameraden mit Unterstützung von
Feuerwehren aus der Schweiz ein eigenes Ausbildungskonzept entwickelt.
 
Neben der Berufsfeuerwehr haben aber auch die Mitglieder der Abteilung Jena-Mitte
ihren Platz im neuen Gefahrenabwehrzentrum. Sie bilden eine von 15 Abteilungen der
Freiwilligen Feuerwehr Jena und sind mit ihren speziellen Fahrzeugen auch für Einsätze
mit Gefahrgut gerüstet. Die Kameraden hatten ihr Gerätehaus für die oberschwäbischen
Besucher hergerichtet und sorgten während des Aufenthaltes für das leibliche Wohl.
Nach dem Rundgang durch das Haus gab es während einer Bilderschau thüringische
Spezialitäten. Eine gute Gelegenheit, um sich mit den Kameraden über Gemeinsamkeiten
und Unterschiede in der Feuerwehrarbeit auszutauschen.
 
 
Am nächsten Morgen stand die Rückreise nach Oberschwaben an. Unterwegs war noch
ein weiterer Programmpunkt eingeplant. Im südthüringischen Suhl wurde das
Fahrzeugmuseum besucht. Vor allem Freunden der Zweirad-Marke Simson dürfte die
Stadt Suhl ein Begriff sein. Aber auch Motorräder anderer Marken sowie mehrere
Jahrzehnte alte Personenwagen sind in der Sammlung zu bestaunen.
 
Am frühen Nachmittag wurde dann die letzte Etappe der Studienreise in Angriff
genommen. Zurück in der oberschwäbischen Heimat angekommen, waren sich alle
einig: der Kommandant Torsten Koch hatte wieder eine sehr gelungene Reise
organisiert. Ihm und den Freunden in Jena gilt der Dank aller Mitgereisten für ein
unvergessliches Wochenende.

    



   
 

 

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Veröffentlicht
12.10.2016